Helvetic Finance

Glossar Schweizer Finanzen

Glossar Schweizer Finanzen

Wichtige Begriffe zu Säule 3a, ETF, Brokerkosten, Steuern, Geschäftskonto und Sicherheit einfach erklärt.

Vorsorge

Säule 3a

Gebundene private Vorsorge. Einzahlungen können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden, das Geld ist aber nur unter bestimmten Bedingungen verfügbar.

Beispiel

Du zahlst 2026 bis zum zulässigen Maximalbetrag ein und prüfst danach, wie stark die Einzahlung deine Steuerlast senkt.

Hinweis: Die Steuerwirkung hängt von Kanton, Einkommen, Zivilstand und weiteren Abzügen ab.

3a-Maximalbetrag

Höchster steuerlich abzugsfähiger 3a-Beitrag pro Person und Steuerjahr. Es gibt unterschiedliche Limiten mit und ohne Pensionskasse.

Beispiel

Mit Pensionskasse gilt 2026 CHF 7'258. Ohne Pensionskasse gilt eine höhere Grenze, aber nur bis zum zulässigen Anteil des Erwerbseinkommens.

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AHV

Erste Säule der Schweizer Alters- und Hinterlassenenvorsorge. Sie deckt die staatliche Basisvorsorge ab.

Beispiel

3a-Berechtigung hängt in der Regel mit AHV-pflichtigem Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommen zusammen.

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Pensionskasse

Zweite Säule der Schweizer Vorsorge. Sie beeinflusst unter anderem, welcher 3a-Maximalbetrag gilt.

Beispiel

Wer einer Pensionskasse angeschlossen ist, nutzt den kleineren 3a-Maximalbetrag.

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Steuern

Kapitalbezugssteuer

Separate Steuer auf Vorsorgekapital, das aus Säule 3a oder Pensionskasse bezogen wird.

Beispiel

Wenn du mehrere 3a-Konten gestaffelt beziehst, kann die progressive Belastung tiefer ausfallen.

Hinweis: Mehrere Bezüge im gleichen Jahr können zusammengezählt werden. Regeln hängen vom Kanton ab.

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Schweizer Stempelsteuer

Eidgenössische Umsatzabgabe auf bestimmte Wertschriftentransaktionen über Schweizer Effektenhändler.

Beispiel

Bei einem Schweizer Broker kann die Stempelsteuer zusätzlich zur Handelsgebühr anfallen.

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Quellensteuer

Steuer, die direkt vom Lohn abgezogen wird, statt erst nach einer ordentlichen Steuererklärung bezahlt zu werden.

Beispiel

Eine 3a-Einzahlung wird bei quellenbesteuerten Personen nicht immer automatisch berücksichtigt.

Hinweis: Fristen und Verfahren unterscheiden sich je Kanton.

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Grenzsteuersatz

Steuersatz auf den nächsten zusätzlichen Franken Einkommen oder Abzug.

Beispiel

Eine 3a-Einzahlung spart grob dort Steuern, wo sie dein steuerbares Einkommen senkt. Entscheidend ist der Grenzsteuersatz, nicht der Durchschnittssatz.

Hinweis: Genaue Werte hängen von Kanton, Gemeinde, Einkommen, Vermögen und Abzügen ab.

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Verrechnungssteuer

Schweizer Sicherungssteuer auf bestimmte Erträge, etwa Dividenden oder Zinsen.

Beispiel

Deklarierst du Erträge korrekt in der Steuererklärung, kann Verrechnungssteuer grundsätzlich zurückgefordert oder angerechnet werden.

Hinweis: Internationale Quellensteuern funktionieren anders und hängen vom Wertpapier und Doppelbesteuerungsabkommen ab.

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Anlegen

TER

Total Expense Ratio. Sie zeigt laufende Produktkosten eines Fonds oder ETF pro Jahr.

Beispiel

Ein ETF mit 0.20% TER kostet auf CHF 10'000 rechnerisch rund CHF 20 pro Jahr, bevor Handels- und Depotkosten betrachtet werden.

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ETF

Börsengehandelter Fonds. Viele ETF bilden einen Index ab, zum Beispiel globale Aktienmärkte.

Beispiel

Ein Welt-ETF kann viele Unternehmen aus verschiedenen Ländern bündeln, ist aber trotzdem Schwankungen ausgesetzt.

Hinweis: ETF sind nicht risikofrei. Wert und Währung können schwanken.

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Ausschüttend und thesaurierend

Ausschüttende Fonds zahlen Erträge aus. Thesaurierende Fonds legen Erträge im Fonds wieder an.

Beispiel

Für die Schweizer Steuererklärung sind Erträge grundsätzlich relevant, auch wenn ein thesaurierender ETF sie nicht direkt auszahlt.

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Fondsdomizil

Land, in dem ein Fonds rechtlich domiziliert ist. Das kann Quellensteuern, Produktverfügbarkeit und Dokumente beeinflussen.

Beispiel

Viele ETF für europäische Anleger haben Fondsdomizil Irland oder Luxemburg.

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Tracking Difference

Abweichung zwischen Fondsrendite und Indexrendite über einen Zeitraum.

Beispiel

Ein ETF kann trotz tiefer TER schlechter abschneiden, wenn Quellensteuern, Handel und Replikation stärker belasten.

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Rebalancing

Zurücksetzen eines Portfolios auf die gewünschte Aufteilung, etwa zwischen Aktien und Obligationen.

Beispiel

Wenn Aktien stark steigen, kann ihr Anteil über Ziel liegen. Rebalancing reduziert den Aktienanteil wieder.

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Kosten

FX-Gebühr

Kosten für den Währungswechsel, etwa von CHF in USD oder EUR.

Beispiel

Bei einem ETF-Kauf in USD kann neben der Courtage auch eine FX-Gebühr auf den gewechselten Betrag anfallen.

Courtage

Handelsgebühr für Kauf oder Verkauf von Wertschriften.

Beispiel

Wenn ein Broker mindestens CHF 9 pro Kauf verlangt, sind zwölf kleine Käufe oft teurer als wenige grössere Käufe.

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Geschäftskonto

QR-Rechnung

Schweizer Rechnungsstandard mit QR-Code und strukturierten Zahlungsinformationen.

Beispiel

Eine GmbH kann QR-Rechnungen nutzen, damit Kundenzahlungen einfacher verbucht werden.

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Sicherheit

Einlagenschutz

Schutz für bestimmte Bankguthaben bis zu einer gesetzlichen Grenze, wenn eine Bank ausfällt.

Beispiel

In der Schweiz sind privilegierte Einlagen grundsätzlich bis CHF 100'000 pro Kunde und Bank geschützt.

Hinweis: Wertschriften im Depot sind anders zu beurteilen als Cash-Guthaben.

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Krankenkasse

Franchise

Betrag, den du in der obligatorischen Krankenversicherung pro Jahr zuerst selbst bezahlst.

Beispiel

Mit CHF 2'500 Franchise zahlst du tiefere Prämien, trägst aber mehr Kosten selbst, wenn du medizinische Leistungen brauchst.

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Telmed, HMO und Hausarztmodell

Alternative Versicherungsmodelle mit günstigerer Prämie und Regeln für den ersten medizinischen Kontakt.

Beispiel

Bei Telmed musst du oft zuerst telefonisch oder per App Kontakt aufnehmen, bevor du direkt zum Arzt gehst.

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Hypothek

SARON

Schweizer Referenzzinssatz für Geldmarkt-Hypotheken. Die Kosten können sich schneller ändern als bei einer Festhypothek.

Beispiel

Eine SARON-Hypothek kann günstiger starten, wird aber teurer, wenn das Zinsniveau steigt.

Hinweis: Budget muss Zinsschwankungen tragen können.

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Tragbarkeit

Prüfung, ob die Wohnkosten im Verhältnis zum Einkommen langfristig finanzierbar erscheinen.

Beispiel

Banken rechnen oft mit kalkulatorischen Zinsen, Nebenkosten und Amortisation, nicht nur mit dem aktuellen Hypothekarzins.

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Eigenmittel

Kapital, das du selbst in den Kauf einer Immobilie einbringst.

Beispiel

Bei Wohneigentum werden in der Schweiz häufig mindestens 20% Eigenmittel erwartet. Ein Teil davon muss hartes Eigenkapital sein.

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Amortisation

Rückzahlung eines Teils der Hypothek. Sie kann direkt oder indirekt über Vorsorge erfolgen.

Beispiel

Die zweite Hypothek muss in der Schweiz üblicherweise innerhalb einer bestimmten Frist amortisiert werden.

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Belehnung

Verhältnis zwischen Hypothek und Immobilienwert.

Beispiel

Bei 80% Belehnung finanziert die Bank 80% des Kaufpreises oder Belehnungswerts, 20% kommen als Eigenmittel.

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